Angefangen hat alles, als unser Altbürgermeister Pius Bischof vor 2 Jahren gestorben ist. Über Ihn und sein langjähriger Vizebürgermeister Alois Schwarzmann wurde immer erzählt, dass die beiden es geschafft haben, in Ihrer Jugend alle Berge rund um Schröcken an einem Tag zu besteigen.
Bei der Beerdigung kam diese große Bergtour auch wieder ins Gespräch und in mir reifte die Idee, diese Tour zu wiederholen.
Ein Jahr später war es dann soweit. Zu siebt starteten wir die „7 summit tour schröcken“. Womöglich hätten sich Pius und Alois an der Namensgebung geärgert, denn beide liebten die Heimat, den Dialekt und das Bodenständige, jedoch ist bei uns dieser Name irgendwie hängen geblieben, da die Strapazen bei dieser Tour sicherlich mit den Strapazen großer Berge mithalten kann.
Nachts um 2 war nun also Start beim Restaurant – Bar Holzschopf in Nesslegg. Über meinen alten Schulweg bis nach Schröcken und dann der Bregenzer Ache entlang zum Landsteg. Immer noch im Dunkeln ging es dann auf dem Fahrweg fast bis zur Biberacher Hütte und weiter im Morgengrauen auf die Künzelspitze. Der erste Gipfel und schon recht viele Höhenmeter waren abgehackt. Zum Lohn hat uns die Anita und er Harald auf der Biberacher Hütte ein super Frühstück spendiert.
Weglos ging es dann weiter auf das Rothorn. Die Überschreitung war schnell gemacht und wir stiegen auf das Schafalpjoch auf. Dem Kamm folgend kamen wir dann zu einer kleinen, kniffligen Kletterstelle, bei der wir uns an einem dünnen, wackligen Drahtseil hinunter hanteln mussten. (Dieser Teil wird dieses Jahr Nordseitig über die Schafalpe umgangen). Auf dem Gipfel vom Hochberg begrüßte uns dann unsere Tourismusbüro Leiterin Angela und wünschte uns viel Glück für die weiteren Gipfel.
Mit der Braunarlspitze erreichten wir unseren höchsten Punkt und Berg Nr. 4 war auch bestiegen. Für jeden Berg haben wir in Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Rokpa einen Sponsor gewinnen können. Diese Geld wurde dann von einem Teil der Teilnehmer direkt in Katmandu im Kinderhaus abgegeben.
Auf dem Mohnefluhsattel war ein richtig netter Empfang für uns vorbereitet und wir konnten unseren Durst und Hunger wieder stillen. Die Mohnenfluh eroberten wir im Sturm und dann war die Juppenspitze das nächste Ziel. Wir versuchten Meter zu sparen und kreuzten recht hoch unter den Felsen zur Juppenspitze (Diese Abkürzung werden wir dieses Jahr auslassen).
Von der Juppenspitze stiegen wir dann direkt ins Auenfeld ab. (Machen wir nie wieder, denn über die Mäder ist es einfach zu steil, um wirklich sicher zu sein). Todmüde erreichten wir dann das Auenfeld und über den Salobersattel ging es weiter zum Hochtannbergpass.
Nach einer kurzen Pause war die Höferspitze unser letzter Gipfel. Von Schröcken aus konnte man unsere kleine Karawane von Strinlampen gut mit verfolgen. Geschafft, so gegen 21:00 Uhr standen wir auf dem letzten Gipfel und dann ging es nur noch schleppend abwärts bis zum Holzschopf.
Im Holzschopf erwarteten uns schon viele Gratulanten doch wir brauchten nur noch einen Radler, etwas Kohlehydrate und verschwanden recht schnell todmüde im Bett.
Gruß Jürgen