Der Tannberg bildet die Achse zwischen Bregenzerwald, Arlberg und Lechtal, sowie zwischen dem Großen und kleinen Walsertal.
Das Gericht Tannberg war von Walsern besiedelt und umfasste bis zum Jahre 1806 Lech, Warth und Schröcken, nachdem sich Mittelberg im Kleinwalsertal 1563 abgelöst hatte. Untersuchungen haben belegt, dass die Besiedlung der gesamten historischen Region Tannberg durch die Walser innerhalb einer Periode während des späten 14. und frühen 15. Jahrhundert stattfand. „Tänniberg“ ist erstmals 1351 belegt.
Die Walser „uf m Tannberg“ (Birger) sprechen den alemannischen Dialekt in einer Ausprägung, die ein Zeugnis ihrer Herkunft aus dem Wallis in der Schweiz bewahrt.
Aber warum besiedelte man gerade eine Gegend, die von harten Wintern, mit viel Schnee geprägt ist? Die schwäbischen Grundherren waren es, die den Walsern das Land als Lehen gegeben haben. Die Walser bekamen damals ungewöhnlich hohe Rechte und Freiheiten, um die Dauerbesiedlung der ausgedehnten Wald- und Alpgebiete in extremer Höhenlage zu ermöglichen.
Bis zur Fertigstellung der Lechtalbundesstraße im Jahre 1908 lebte man ausschließlich von Milchwirtschaft und Viehzucht. Es bestand bis zur Eröffnung der Arlbergbahn (1884) ein reger Warenverkehr mit dem Allgäu, im Besonderen mit der Gegend um Oberstdorf. Ein großes Zollgebäude in Lechleiten erinnert noch heute daran.
Hochtannbergpass, Kalbelesee, Körbersee, Warth-Schröcken, Tannberg, Walser