
7 Ausflugsziele für Kultur-Interessierte in Warth-Schröcken.
Wo Geschichte lebendig wird.

Wer genauer hinschaut, entdeckt dabei eine ganz besondere Seite von Warth-Schröcken: authentisch, traditionsverbunden und voller Geschichten.
Hier sind sieben kulturelle Ausflugsziele, die einen besonderen Einblick in die Geschichte und Kultur der Region geben.

1. Alpmuseum „Uf'm Tannberg“ – eine Zeitreise auf die Alpe.
Das Alpmuseum „Uf'm Tannberg“ ist mehr als ein Museum: Es ist eine Reise in die Vergangenheit. In der original erhaltenen Sennalpe lässt sich nachvollziehen, wie das Leben und Arbeiten auf der Alpe über Jahrhunderte aussah.
Zwischen alten Holzbalken, Sennküche und Käsekeller wird der Alltag der Bergbauern auf anschauliche Weise lebendig. Besonders während der Sommermonate, wenn das Museum geöffnet ist, lässt sich die Geschichte der alpinen Landwirtschaft hautnah entdecken.

2. Kulturraum, STUBA Lädele & Skimuseum – Tradition trifft Gegenwart.
Im Kulturraum und STUBA Lädele treffen regionale Handwerkskunst, Geschichten und besondere Erinnerungsstücke aufeinander. Regionale Produkte, handgemachte Souvenirs und liebevoll ausgewählte Besonderheiten laden zum Stöbern und Entdecken ein.
Im Sommer ergänzt ein Kräutergarten das Erlebnis und macht den Besuch zu einer kleinen Entdeckungsreise für alle Sinne.
Direkt daneben nimmt das Skimuseum mit auf eine Reise durch die Wintersportgeschichte der Region. Historische Fotografien, Exponate und Erinnerungsstücke erzählen von den Anfängen des Skisports bis hin zu den großen Erfolgen der Warth-Schröckener Wintersportler.

3. Kirchen & Kapellen – stille Orte mit Geschichte.
In Warth-Schröcken finden sich zahlreiche Kirchen und Kapellen, die eng mit der Geschichte und dem Leben der Menschen in den Bergen verbunden sind. Sie erzählen von Glauben, Gemeinschaft und der tiefen Verwurzelung der Walser mit ihrer Heimat. Ob als Zwischenstopp auf einer Wanderung oder als bewusstes Ziel – diese besonderen Orte laden zum Innehalten und Entdecken ein.
Pfarrkirche „Hl. Sebastian“ in Warth.
Die Geschichte der katholischen Pfarrkirche „Hl. Sebastian“ in Warth ist eng mit der Entwicklung des Ortes verbunden. Ursprünglich als Filiale von Lech gegründet, wurde sie zwischen 1590 und 1592 erbaut und im Jahr 1602 den Heiligen Anna und Sebastian geweiht. Bereits kurz darauf erhielt sie den Status einer Kaplaneikirche, bevor sie 1625 zur Pfarrkirche erhoben wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach erweitert und verändert. Zwischen 1749 und 1752 erfolgte eine bedeutende Neuausstattung, bei der später auch der Stuck von Johann Jakob Rief ergänzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche unter der Leitung des Baumeisters Fidel Körner im neuromanischen Stil neu erbaut. Seit 2012 gehört sie zum Dekanat Hinterwald.
Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Schröcken.
Die Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ prägt das Ortsbild von Schröcken und zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Gemeinde. Die dem Fest Mariä Himmelfahrt geweihte Kirche steht unter Denkmalschutz und gehört zum Dekanat Hinterwald der Diözese Feldkirch.
Besonders charakteristisch ist der Kirchturm mit seinem achteckigen Obergeschoss, den Rundbogenschallöffnungen und dem markanten Giebelkranz unterhalb des Spitzhelms. Gemeinsam mit der umliegenden Berglandschaft ist er ein prägendes Wahrzeichen des Ortes.
Kapelle „Maria Verkündigung“ in Unterboden.
Die im 18. Jahrhundert errichtete Kapelle „Maria Verkündigung“ in Unterboden ist eine schlichte und zugleich besondere Andachtsstätte. Eingebettet in die alpine Landschaft lädt sie bis heute zum Verweilen und zur stillen Einkehr ein.
Kapelle am Simmel „St. Jakobus“.
Die Kapelle am Simmel wurde als Teil des Weltfriedenskreuzes errichtet und ist ein moderner spiritueller Ort inmitten der Bergwelt. Gemeinsam mit dem Friedenskreuz steht sie für Hoffnung, Ruhe und Verbundenheit – mit einem beeindruckenden Blick über die umliegenden Gipfel.
Kapelle „St. Martin“ in Bürstegg.
Die Kapelle „St. Martin“ liegt in der historischen Walsersiedlung Bürstegg und zählt zu den höchstgelegenen Sakralbauten Vorarlbergs. Sie erinnert an die Menschen, die einst in dieser anspruchsvollen alpinen Umgebung lebten, und fügt sich harmonisch in die ursprüngliche Kulturlandschaft ein.
Kapelle „Hl. Nikolaus“ in Gehren.
Die Kapelle „Hl. Nikolaus“ in Gehren besticht durch ihre schlichte Bauweise und ihre lange Tradition als Ort des Glaubens. Wie viele kleine Kapellen der Region erzählt sie von der engen Verbindung zwischen den Menschen, ihrer Gemeinschaft und der Bergwelt.
Kapelle „Hl. Wendelin“ in Lechleiten.
Die Kapelle „Hl. Wendelin“ in Lechleiten ist dem Schutzpatron der Hirten gewidmet und steht sinnbildlich für die lange Tradition der Alpwirtschaft. Sie erinnert an die enge Verbindung zwischen dem Leben der Menschen und den natürlichen Gegebenheiten der Berge.

4. Weltfriedenskreuz am Simmel – ein Zeichen für Frieden.
Hoch über Warth steht das Weltfriedenskreuz am Simmel. Inmitten der alpinen Landschaft setzt es ein besonderes Zeichen für Frieden und Hoffnung.
Schon der Weg zum Kreuz macht den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Oben angekommen, eröffnet sich ein weiter Blick auf die umliegende Bergwelt. Gleichzeitig bietet der Ort Raum für Ruhe und Besinnung – fernab vom Alltag und mitten in der Natur.

5. Walserhus Warth – ein Stück gelebte Walsergeschichte.
Das Walserhus in Warth zählt zu den ältesten Gebäuden des Ortes und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Walserkultur.
Der historische Bau aus dem 15. Jahrhundert zeigt die traditionelle Bauweise der Walser besonders anschaulich. Der sonnenverbrannte Holzblockbau auf einem massiven Steinsockel vermittelt einen authentischen Eindruck davon, wie die Menschen in der Region einst lebten und bauten.
Ein Besuch des Walserhus macht die Geschichte der Walser nicht nur sichtbar, sondern lässt sie im Ortsbild von Warth bis heute spürbar werden.

6. Walsersiedlung Bürstegg – Geschichte auf 1.715 Metern.
Einst die höchstgelegene Walsersiedlung Vorarlbergs, liegt Bürstegg auf 1.715 Metern zwischen Warth und Lech am Arlberg, am Fuß des Karhorns.
Im 19. Jahrhundert bestand die historische Siedlung aus bis zu 13 Häusern und einer kleinen Kirche. Die letzten Bewohner verließen Bürstegg Anfang des 20. Jahrhunderts, da das Leben unter den anspruchsvollen alpinen Bedingungen zunehmend schwieriger wurde.
Heute wird die historische Siedlung als Alpe bewirtschaftet. Wer nach Bürstegg wandert, entdeckt einen besonderen Ort, an dem Geschichte, Landschaft und alpine Lebensweise unmittelbar miteinander verbunden sind.

7. Walserkultur erleben – Tradition, die weiterlebt.
Die Walserkultur prägt Warth-Schröcken bis heute – in der Sprache, der Architektur, dem Brauchtum und vor allem in der Gemeinschaft.
Besonders lebendig wird diese Tradition bei Auftritten der Trachtengruppen, Alphornbläser und des Musikvereins Schröcken. Bei musikalischen Abenden, Konzerten und festlichen Veranstaltungen lässt sich erleben, wie regionales Brauchtum von einer Generation an die nächste weitergegeben wird.
So wird Kultur nicht nur bewahrt, sondern aktiv gelebt.
Fazit: Kultur, die man spürt.
Warth-Schröcken ist kein Ort für Sehenswürdigkeiten, die man einfach abhakt. Es ist eine Region für echte Entdeckungen.
In alten Walserhäusern, historischen Siedlungen, kleinen Museen, Kirchen und Kapellen wird die Geschichte der Region greifbar. Wer sich Zeit nimmt und genauer hinschaut, entdeckt eine Seite der Berge, die ruhig, authentisch und voller Geschichten ist.
Hier wird Kultur nicht nur gezeigt, sondern gelebt!






